VIDEONALE.scope

scope#8
© Untitled Sequence of Gaps by Vika Kirchenbauer / Courtesy the artist

Eine Kurzfilmreihe der Videonale Bonn

Die Experimentalfilm- und Filmkunst-Reihe VIDEONALE.scope ergänzt seit 2013 das Programm der Videonale Bonn. Neben der alle zwei Jahre stattfindenden VIDEONALE– Festival für Video und zeitbasierte Kunstformen im Kunstmuseum Bonn, die aktuellste Positionen aus dem Bereich Bewegtbild zeigt, erweitert VIDEONALE.scope das Veranstaltungsspektrum um ein Kinoformat mit Fokus auf thematisch konzipierte Programme, die junge und historische Positionen in einen Dialog bringen. Das Format knüpft damit an die 1. Videonale (1984) an, die damals schon das Programm Film und Video als Teil des Festivalprogrammes präsentierte.

VIDEONALE.scope #8

Verschoben: Auf Grund der ab dem 2.11.2020 geltenden Beschränkungen im Rahmen der Maßnahmen zur Eindämmung von Covid-19 können wir die Veranstaltung VIDEONALE.scope#8 im November leider nicht wie geplant durchführen. Nachholtermin: 24.–26.6.2021!

Filmforum NRW & Filmclub 813, Köln

kuratiert von Katrin Mundt

Mit Beiträgen von Lawrence Abu Hamdan, Marwa Arsanios, Sadie Benning, Anouk De Clercq, Colectivo Los Ingrávidos, Eli Cortiñas, Thirza Cuthand, Kevin J. Everson, Scott Fitzpatrick, Dora García, General Idea, Karissa Hahn, Ayesha Hameed, Barbara Hammer, Stefan Hayn, Adam Shingwak Khalil & Zack Khalil, Vika Kirchenbauer, Kristin Lucas, Nour Ouayda, Adrian Paci, Sondra Perry, Doug Porter, Seth Price, Yvonne Rainer, James Richards, Emily Wardill, Gernot Wieland, Emma Wolukau-Wanambwa, Akram Zaatari, Katarina Zdjelar und Aaron Zeghers & Lewis Bennett.**

Die diesjährige Ausgabe von VIDEONALE.scope widmet sich dem Körper als Gegenstand filmischer Erzählungen und Experimente. Gezeigt werden Arbeiten von den 1960er Jahren bis heute, die sich mit dem menschlichen Körper, seinen kollektiven Erweiterungen und mehr-als-nur-menschlichen Koexistenzen auseinandersetzen.
Wir erfahren unsere Körper zunehmend als diffus – als psychophysische Gebilde, die immer weitreichender technologisch und ökonomisch erschlossen werden, die wachsenden sozialen und politischen Spannungen standhalten müssen, sich aber auch immer diverser verzweigen und dadurch eine Vielzahl möglicher Identitäten und Konstellationen denkbar und real werden lassen. Wie verhält sich dieser Körper zu sich und anderen Körpern? Welche Vorstellungen von erwünschten und unerwünschten Körpern, aber auch von neuen Allianzen können entstehen? Wie lassen sich Körper als Orte des Kollektiven, des Dezentrierten oder Widerständigen, als gegen ihre zunehmende Kontrolle und Kommodifizierung gerichtete „Anti-Körper“ mobilisieren?
Für eine Gegenwart, in der Körper vor allem als fragil und fluide erfahren werden, können die heroischen Körperexperimente und narzisstischen Selbsterkundungen früherer Künstlergenerationen kaum neue Einsichten liefern. Die ausgewählten Filme beschreiten denn auch eher den Weg eines beobachtenden, fragenden und performativen Umgangs mit eigenen und fremden Körpererfahrungen, ihrer Darstellbarkeit und politischen Tragweite.
Sie entwerfen stattdessen multiple, opake, täuschende Oberflächen, um die Les- und Verwertbarkeit von Körpern zu erschweren, oder arbeiten mit Doubles und Avataren, die die Lücken zwischen Individuellem und Kollektivem, Geschichte und Gegenwart, Natur und Technologie bespielen. Sie testen die Grenzen von Sinneswahrnehmung und Körpergedächtnis und beleuchten alte und neue Strategien ihrer Manipulation und Kontrolle. Sie erforschen die Intimität von Beobachtung und Berührung und zeigen, wie sich in der Sorge um lebende und tote Körper die blinden Flecken von Gruppen und Gemeinwesen artikulieren. Nicht zuletzt beschreiben sie, wie marginalisierte Körper zum Einsatz werden im Wertkreislauf künstlerischer Arbeit, und fordern neue Formen von gesellschaftlicher Repräsentation ein.

EINTRITT
5 Euro / 3 Euro (ermäßigt)
Kombiticket (2 Progamme): 8 Euro / 4 Euro (erm.)
Scope-Ticket (alle Veranstaltungen): 24 Euro / 12 Euro (erm.)

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